Berufswahl

1. Verantwortlichkeiten

In erster Linie sind die Eltern für die Lehrstellensuche verantwortlich. Die Klassenlehrperson unterstützt die Eltern und deckt den Berufswahlunterricht an ihrer Klasse ab. Sie koordiniert den Unterricht nach Bedarf mit den Fachlehrkräften, Referenten und der Berufsberatung.

2. Grundsatz

Die Schulleitung koordiniert und beaufsichtigt den Berufswahlunterricht an der OSS Müli. Sie hält den Kontakt mit den Ausbildungsstätten der Sekundarstufe II und organisiert periodisch einen entsprechenden Gedankenaustausch. Die SL hilft Eltern und SchülerInnen, in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrkräften, für jede Schulabgängerin und jeden Schulabgänger der OSS Müli eine berufliche Lösung zu finden. Dies ist ein zentraler und bisher sehr erfolgreicher Faktor für die Qualitätssicherung an unserer Schule.

3. Grundlagen

Berufswahltagebuch nach Egloff/Jungo

4. Zeitplan

7. Klasse

  • Themenkreise: Ich-Bildung, Selbsterfahrung und Selbstbild, Fremdbild: Wie sehen mich meine Eltern, meine Kameradinnen und Kameraden?
  • Vorbereitung der Schnupperlehre: Bewerbung für Schnupperlehre, Telefonate durch SchülerInnen, Vorstellungsgespräch
  • Berufswahlwoche im 1. Quartal der 8. Klasse organisieren (1-2 Schnuppertage inbegriffen)
  • Berufswahldossier beginnen, laufend sämtliche Unterlagen zum Thema “Berufswahl“ darin ablegen
  • 2. Quartal: Mitmachen beim Zukunftstag für Mädchen und Knaben, Zusammenarbeit mit Altersheim
  • Beim Elterngespräch die Standortbestimmung Berufswahl durchführen, Unterlagen, die eingesetzt werden können: www.erz.be.ch/berufswahlvorbereitung
  • 4. Quartal: Elternabend mit folgenden Schwerpunkten:
    Berufswahlkonzept vorstellen
    Berufsberatung stellt sich vor
    Eltern berichten über ihre Erfahrungen

8. Klasse

  • Besuch des Ausbildungsabends und der Lehrstellenbörse in Spiez in Zusammenarbeit mit der OS Längenstein und dem Gewerbeverband Spiez von Berner KMU.
  • 1. Quartal: Durchführen einer Berufswahlwoche
  • Bewerbungsdossier zusammenstellen (Bsp. im Sprachlehrmittel Deutsch und auf www.erz.be.ch u.a.)
  • Erkunden der Arbeits- und Berufswelt: selbständige Arbeit zu den Berufsbildern, Grundlagen dazu bilden das Schnuppern in verschiedenen Betrieben und die Recherchen im Internet
  • Betriebsbesichtigungen klassen- oder gruppenweise (Fritschi, Wyssen, Wandfluh, Frutigkasse etc. )
  • Besuch des BIZ in Thun für die SchülerInnen obligatorisch, freiwillig für interessierte Eltern; spätere Kontakte durch Eigeninitiative, falls nötig.
  • Im Nov./Dez. besucht die Berufsberaterin die Schule und bietet Beratungsgespräche vor Ort an.
  • Im November finden Gespräche zu den Chancen für die Aufnahme ins Gymnasium statt.
  • Infos zum Multicheck (www.multicheck.ch )
  • Ergänzende Themen aus dem Lehrmittel NMM “Arbeitswelten“: (z.B. Konsum, Umgang mit Geld/Budget, Arbeitszeit-Freizeit, Rechte/Pflichten der Lehrlinge, Erwartungen/Wünsche, Selbsthilfe/Selbständigkeit etc.)
  • Bei den ordentlichen Elterngesprächen finden auch die Standortgespräche für die Berufswahl statt. Die Seiten 6 und 7 aus den Unterlagen Schüler sind einzusetzen, weitere Seiten können nach Bedarf eingesetzt werden.
  • Ende 8. Klasse die Seiten 4 und 5 zum Stellwerktest von den Schülerinnen und Schülern ausfüllen lassen und mit ihnen besprechen.

9. Klasse

  • Auswerten der Schnupperlehren, überprüfen, entscheiden, sich bewerben
  • Einbezug der Berufsberatung nach Bedarf
  • Teilnahme an Moneymix, an konkreten Beispielen wird der Umgang mit Geld geübt.
  • Berufsschullehrer berichten über die Anforderungen, Rechte und Pflichten eines Lehrlings.
  • Besuch von Infoveranstaltungen der verschiedenen Betriebe und Schulen individuell – gilt auch für das 8. Schuljahr.
  • Schnuppertage in möglichen Ausbildungsbetrieben nach Bedarf (letzte Abklärungen bis zum Lehrvertrag)
  • Rent-a-Stift: Angebot der IDM Thun (ehemals GIB-Thun) und des BZI Interlaken im 1. Semester. Ein Zweierteam berichtet über die Schnittstelle Sek. I-II
  • Schnuppertag in der IDM oder im BZI (Thun, Frutigen oder Interlaken) sowie der Wirtschaftsschule Thun empfohlen.

SL, April 2016